Produkterweiterungen für Alle!

Google kündigt heute an, Produkterweiterung für alle zur Verfügung gestellt zu haben. Bereits seit Ende 2009 konnte eine Handvoll AdWords-Kunden in Deutschland diese Anzeigenerweiterung ausprobieren. Unsere Kunden haben durch die Integration der Produktdaten aus dem Google Merchant Center in die Anzeigen weitestgehend profitiert.

AdWords Produkterweiterungen

Bereits in der Anzeige erhält ein potenzieller Kunde die Vorschau relevanter Produkte samt Preisinformationen zu seinem Suchbegriff. Der Advertiser zahlt erst, wenn der User auf ein Produkt oder die Anzeige selbst klickt. Bei gut positionierten Anzeigen im “aufgeklappten” Format nimmt die Anzeige monopolistische Größe an, was definitiv einen Wettbewerbsvorteil beschert.

Bereits im letzten Weihnachtsgeschäft 2009 konnten wir viele unserer produktbezogenenen AdWords-Kampagnen so nach oben pushen und eine signifikante Steigerung der Conversionrate erreichen.

Allerdings ist die Euphorie schnell verflogen, da:

1. Der Anteil der User, die die Plusbox in der Anzeige maximieren, könnte größer sein, als wir erhofften. Viele übersehen die Plusbox und achten nach wie vor auf den textuellen Inhalt der Anzeige.

2. Um den erwarteten Effekt zu erzeugen, sollte die Anzeige die ersten 2-3 Plätze belegen, denn hier werden die Plusboxen häufiger wahrgenommen als im rechtren Bereich.

3. Maximiert ein User die Plusbox, erscheinen 3 bis 5 Produkte zu seinem Keyword, deren Auslieferung stark von der Qualität der Produktdaten (Produktname und -beschreibung) abhängt.

4. Die Relevanz der Produkte und somit die Reihenfolge der ausgelieferten Produkte werden von Google selbst beurteilt. Es bildet sich mit der Zeit ein historischer Faktor, der die Auslieferung beeinflusst. Bis dahin läuft die nach Zufallsprinzip.

5. Die Hervorhebung der Produkte ergänzt zwar die AdWords-Anzeigen mit relevanten und spezifischen Informationen, zwingt aber den Kunden in gewisser Weise, sich für das Klicken auf das eine oder andere Produkt zu entscheiden, ohne die Übersicht mit zahlreichen anderen Produkten ausgeliefert zu bekommen, die seiner Suchanfrage ebenso wenn nicht besser passen.

Der User gelangt auf die Produktdetailseite. Passt ihm das Produkt doch nicht, weiß er, je nach der Usability im Shop nicht weiter, und springt entweder ganz ab oder begibt sich zurück zu Google-Suchergebnisseite. Solche Vorgehensweise kann einem Advertiser mehr Kosten verursachen als erwünscht.

Im Allgemeinen finde ich die Produkterweiterungen sehr nützlich und würde sie trotz aufgelisteten negativen Punkte immer wieder empfehlen.

Wichtig ist vor allem: Die Landingpage (Produktdetailseite) einer solchen Anzeige sollte mehr als alle anderen zum weiteren Stöbern einladen und den Kunden möglichst lange halten. Dafür sollte zum Beispiel die Suchfunktion auf der Landingpage prominent platziert, also schnell auffindbar sein.

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