Suchbezogene Image-Anzeigen

Mitte 2010 kündigte Google an, dass Image-Anzeigen bei der Bildersuche nun ausgeliefert werden können, die sog. suchbezogenen Image-Ads, auch Inline-Image-Ads genannt. Diese funktionieren ähnlich der keywordsbasierten Anzeigen und erscheinen entsprechend den Suchanfragen. Reine Inline-Image-Kampagnen mit einer eindeutigen Keywordsleistungserfassung sind möglich und sogar empfehlenswert.

Nach einigen Pilot-Kampagnen, die wir im Zuge unserer Agenturarbeit gestartet haben, bin ich überzeugt, dass die suchbezogenen Image-Ads insgesamt zur Reichweiten- und Conversionssteigerung beitragen können. Voraussetzung dafür ist in erster Linie eine gut durchdachte Kampagnenstrategie mit den Kernkeywords der Produktpalette als Schwerpunkt.

Ziele:

- Reichweitensteigerung: Fokussierung auf der Klickperformance der Kampagne
- Conversionssteigerung: eignet sich insbesondere für Kampagnen mit temporär befristeten Endkundenaktionen.

Dabei sollte das Kampagnenziel nicht nur im Anzeigentext und entsprechend der Landingpage berücksichtigt werden, sondern gleich bei der Grafikauswahl, denn das erlaubte Format von 160 x 160 lässt wenig Spielraum für aussagekräftige Werbebotschaften.
Zu empfehlen sind Grafiken, die nicht nur das Produktbild entsprechend der Suchanfrage anzeigen, sondern auch auf aktuelle Sonderaktionen im Shop hinweisen. Am besten bewährt haben sich die Gutscheinaktionen. Dabei kann man für den Gutschein/den Sale die Grafik nutzen, um die Botschaft visuell zu unterstützen und die Suchanfrage nur in die Anzeigen-Überschrift aufnehmen.
Beispiel: suchbezogene Image-Anzeigen für das generische Keyword “schuhe”

Brand Bidding in der Bildersuche

Nutzen Sie das Potenzial der Bildersuche und stärken Sie Ihre Marke durch die Präsenz in der Bildersuche, indem Sie auf aktuelle Angebote im Shop verweisen. Sonst tun das Ihre Wettbewerber. Viele User suchen nach dem Brand auch, um sich über neue Modelle zu informieren, z.B. in der Computerbranche oder aber auch im Bekleidungssegment.

Beispiel: Zalandos suchbezogene Image-Anzeige zu der Suchanfrage “nike”

Führen Sie aber regelmäßige Suchanfrageanalysen durch, damit die ausgelieferte Anzeige der Suchanfrage präzise entspricht. Denn Google mag Synonyme ausliefern, insbesondere, wenn der gebotene Klickpreis “googlefreundlich” definiert ist.

Eine saubere Anzeigenauslieferung steigert erfahrungsgemäß die Klickrate und beeinflusst positiv den Qualitätsfaktor.

Nutzen Sie Brand Bidding in der Bildersuche zur Stärkung Ihrer Vertriebsposition

Die potenziellen Kunden erhalten Ihre Werbebotschaft in Verbindung mit der gesuchten Marke. Zwar liefern solche Anzeigengruppe niedrigere Klickraten, tragen aber mittelfristig zur Bekannheitsteigerung Ihres Shops bei.

Eine gelungene Image-Anzeige von Zalando: die Grafik visualisiert das Shoplogo und stellt einen guten Eye-Catcher dar.

Beispiel: Zalandos suchbezogene Image-Anzeige zu der Suchanfrage “adidas

Fazit: Mit der Einführung der suchbezogenen Image-Anzeigen gewinnen die AdWords-Nutzer ein weiteres Werbeinstrument, um die potenziellen Kunden in einer anderen Dimension anzusprechen. Suchbezogene Image-Anzeigen sind meist keine direkten Conversions-Lieferanten und bedürfen eines anderen Optimierungsansatzes.

Der Schwerpunkt der Anzeigengestaltung liegt nach wie vor in der Übereinstimmung mit der Suchanfrage. Hinzu kommt aber noch die grafische Unterstützung, die als Eye-Catcher viel Potenzial in sich birgt.

Ob sich die Image-Anzeigen auf die klassische Suche ausbreiten, ist anscheinend die Frage der Zeit. Denn in Amerika werden solche bereits freigeschaltet. Solche Anzeigen-Formatänderung wird sich auf die Bidstrategie zu Googles Gunsten auswirken.

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