“Buttonlösung” = Anti-Userfreundlichkeit-Regelung?

Während wir lauthals um einen simplen und somit userfreundlichen Bestellprozess schreien und im ständigen Kampf gegen Conversion-Hürden sind, arbeiten Bundesregierung und EU-Kommission an einer gesetzlichen Regelung für eine sog. „Buttonlösung”. Diese soll Verbraucher vor ungewollten Verträgen im Netz schützen: Vor dem Vertragsabschluss soll ein separates Fenster mit einer Gesamtkosten-Übersicht sowie einem Button zur Bestätigung aufgehen. Dadurch soll der “Verbraucher noch einmal viel deutlicher als bisher auf den nahenden Vertragsabschluss aufmerksam gemacht werden und durch das Klicken auf einen Bestätigungsbutton seine Zustimmung zu den Kosten geben”. Zudem müsse dokumentiert werden, dass der Verbraucher diesen Hinweis zur Kenntnis genommen habe.

Dieses Vorgehen gegen Betrüger im Internet wird die falschen treffen: Seriöse Online Shops werden mit Umsatzeinbußen rechnen müssen. Solche Anti-Userfreundlichkeit-Regelung wird die User verunsichern und die Bestellabbrüche steigern.  Je nach ursprünglicher Shop-Usability und E-Commerce-Bereich tippe ich auf einen Conversionsrückgang um 20 Prozent, sollte die Button-Lösung eingeführt werden.

Andererseits kann man hier auch Glück im Unglück haben: Einige Shopbetreiber werden spätestens durch diese “Buttonlösung”-Diskussion einsehen, dass ein hürdenfreier Bestellprozess für einen Onlineanbieter essentiell ist.

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Artikel zu diesem Thema im Netz:
www.absatzwirtschaft.de: „Buttonlösung erschwert den Online-Einkauf“
www.zdnet.de: Button-Lösung: wirksames Tool oder Aktionismus?

 

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