Höhere Conversionrate auf den hinteren Plätzen. Irrtum des Monats?

Neulich habe ich einen Artikel über die Auswirkungen steigender SEM-Budgets auf die Klickpreise gelesen. Dabei bin ich über eine These gestolpert: “Eine Platzierung auf den hinteren Plätzen hat eine höhere Conversionrate und ist darüber hinaus noch preiswerter.” Kann ich dieser Aussage zustimmen? Abgesehen vielleicht von einigen Ausnahmen, die gibt es ja immer! ;) , hat meine Erfahrung gezeigt: Wer oben erscheint, kann auch AdWords im vollem Maße “genießen”!

Die Conversionrate ist vielleicht in manchen Fällen auf hinteren Positionen höher. Das Conversionsvolumen aber nicht zu vergleichen mit dem aus den Top-Positionen. Google treibt auch den Wettbewerb um die Top-Positionen an, indem innovative Werbeformate (zahlreiche Anzeigenerweiterungen, lange Headlines ect.) nur für die Toppositionen zur Verfügung stehen. Solche ausgebauten AdWords-Anzeigen springen jedem User sofort ins Auge und werden effektiver geklickt. Steigt der Qualitätsfaktor einer Top-Anzeige, so sinkt auch mittelfristig der Klickpreis. Dagegen hat eine Adwords-Anzeige auf einer hinteren Position (ab Platz 5.) keine richtige Chance.
Direkt im Google-AdWords-Interface können die Werbetreibenden die Leistung der Keywords auf unterschiedlichen Positionen vergleichen. Und hier kann ich Googles Statistik zustimmen: auf der Top-Position erreicht man  eine um bis zu 200% höhere CTR, und mehr als 50% höhere Conversionrate.

adwords-kennzahlen-vergleichen

Denken Sie dabei auch an die sog. Anzeigen mit Produktinformationen, die neuen Affiliate-Aktivitäten von Google, wo die Produkte aus den Google Base Produktdaten gleich nach den Top-Positionen oben rechts ausgeliefert werden. Die Kunden, deren Strategie eine Platzierung auf hinteren und, wie geglaubt, preiswerteren Positionen beinhaltet, stehen dabei arm da. Denn Produkt-Bilder sprechen mehr als Tausend AdWords optimierte Worte.

AdWords-Anzeigen-mit-Produktinformationen

Also streben wir weiter hoch hinaus auf die oberen Plätze und lassen damit Googles Kassen klingeln. ;-)

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Kommentar

 
  • olaf sagt:

    Hallo Anna, schöner Blog. Allerdings suggerierst du in diesem Beitrag den Anschein als ob man sich gute CTRs und damit einen besseren QF durch höhere Positionen erkaufen könnte. Das ist aber nicht ganz richtig, da sich Google bei der Ermittlung des QF nur die CTR aller Anzeigen auf einer bestimmten Anzeigenposition zum Vergleich heranzieht. z.B. auf Anzeigenposition 4 bekommt der Werbetreibende den besten Ad Rank der auf dieser Position die beste CTR hat. Habe das Thema vor einiger Zeit schon ausführlicher in meinem Blog behandelt: http://www.online-marketing-deutschland.de/sem/der-adwords-mythos-der-optimalen-ctr/

 

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